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Allen Bräuchen liegt zugrunde, daß wenigstens einmal im Jahr durch asketische Maßnahmen Körper und Seele gereinigt werden sollen. Der Wille des Menschen soll Macht über die persönlichen Schwächen bekommen. Das
gelingt umso besser, je stärker damit gleichzeitig die meditative Versenkung geübt wird. So wird schließlich aus dem rein religiös motivierten Fastenereignis eine philosophische Gedankenausrichtung, mit der gerade heute den
drohenden Gefahren durch Reizüberflutung am besten begegnet werden kann. Auch dem autogenen Training, mit dem über die seelische Entspannung eine Regeneration körperlicher Schwächezustände erreicht werden soll, liegt diese
kontemplative Kraft der "meditativen Versenkung" zugrunde, wie sie von der Jogalehre zur Steigerung der seelischen Kraft bei gleichzeitiger Herabsetzung natürlicher Lebensfunktionen praktiziert wird.
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